Wenn wenige Aktien den ganzen Index tragen
Trotz geopolitischer Krisen und Zinssorgen entwickeln sich die globalen Aktienmärkte weiterhin positiv. Allen voran der US-amerikanische Aktienmarkt, der nun erneut knapp unter seinen Allzeithochs steht. Ein Index auf diesem Niveau lässt einen soliden, breit getragenen Aufschwung vermuten. Zurzeit ist jedoch eher das Gegenteil der Fall.
Passives Investieren über einen indexgebundenen ETF bedeutet eine breite Diversifikation der eigenen Anlage. Das ist der wohl bekannteste und einfachste Gedanke, den man mit der Börse in Verbindung bringt. Wer in den S&P 500 investiert, erwartet eine Aufteilung seines Investments über die 500 größten Unternehmen der USA. In den letzten Jahren rückte jedoch zunehmend die Tatsache in den Fokus, dass diese Diversifikation schwindet. Die Tech- und Halbleiterrallye der letzten Jahre führte dazu, dass vor allem eine Handvoll Unternehmen den Index trägt. Als Folge kann der Index allein durch die Entwicklung weniger Unternehmen in der Nähe seiner Allzeithochs stehen.
Wie sieht die Marktbreite aktuell wirklich aus?
Schaut man auf klassische Kennzahlen zur Marktbreite, etwa den Anteil der Indexmitglieder oberhalb ihrer 200-Tage-Linie, ergibt sich derzeit ein differenziertes Bild. Die Werte bewegen sich in einem historisch unauffälligen Bereich, bis hin zu Phasen, in denen nur rund sechs von zehn Titeln über ihrer langfristigen Trendlinie notierten. Von einem echten Extremtief, wie man es in ausgeprägten Stressphasen sieht, ist der Markt damit ein gutes Stück entfernt.
Gleichzeitig fällt auf: Der Beitrag weniger Schwergewichte zur Entwicklung des Index ist außergewöhnlich hoch. Ein Großteil des Kursgewinns der vergangenen Quartale stammt von einer Handvoll Technologiewerten, während viele andere Sektoren nur moderat zulegen konnten. Die Marktbreite des Index ist niedriger als zuvor; das ist auch ein Grund, warum der gleichgewichtete S&P 500 gegenüber seinem marktgewichteten Pendant zurückfällt.

2000 war anders – ein Restrisiko bleibt trotzdem
Der Reflex, die aktuelle Lage mit der Dotcom-Blase zu vergleichen, ist verständlich, greift aber zu kurz. Damals erzielten viele der gefeierten Marktführer kaum operative Gewinne; Bewertungen basierten auf Wachstumsfantasie statt auf belastbaren Zahlen. Die heutigen Technologiegiganten erwirtschaften dagegen reale, wachsende Cashflows in erheblichem Umfang. Es stellt sich jedoch die Frage nach der Nachhaltigkeit dieser Cashflows. Die Konzentration von heute scheint auf einem deutlich stabileren Fundament zu stehen als jene von damals.
Das heißt aber nicht, dass alles gut ist. Je stärker ein Index von wenigen Titeln abhängt, desto empfindlicher reagiert er, wenn genau diese Titel ins Straucheln geraten. Ein enttäuschender Quartalsbericht, eine neue Regulierung im KI-Sektor oder schlicht eine Korrektur überzogener Bewertungen bei den Spitzenreitern – und der gesamte Index würde das deutlich stärker zu spüren bekommen, als es die vermeintlich breite Aufstellung von „500 Unternehmen“ suggeriert.
Protective Put: Absicherung dort, wo es zählt
Genau hier setzt der Fonds Global Aktien GAPPY an. Die Strategie kombiniert ein global diversifiziertes Aktienportfolio, überwiegend kostengünstig über ETFs abgebildet, mit einer dauerhaften, strategischen Absicherung über Long-Put-Optionen. Dieser Schutz ist kein Instrument des Markttimings, sondern fester Bestandteil der Konstruktion. Der Airbag gehört ins Fahrzeug, bevor der Ernstfall eintritt.
Umgesetzt wird die Absicherung über Put-Optionen auf den US-amerikanischen und den europäischen Aktienmarkt, die regelmäßig erneuert werden. Gestaffelte Laufzeiten reduzieren die Abhängigkeit von einzelnen Stichtagen und glätten die Rollkosten. Der Prämieneinsatz bleibt ein kleiner, effizient gesteuerter Teil des Fondsvolumens und wird über eine Clearingstelle abgewickelt, um Gegenparteirisiken zu minimieren. Ziel ist ausdrücklich nicht, jede Schwankung auszuschalten, sondern den maximalen Rückschlag (Maximum Drawdown) in Stressphasen spürbar zu begrenzen.
Fazit
Ein Index nahe seinem Allzeithoch suggeriert auf den ersten Blick einen steigenden Markt. Tatsächlich verdeckt dieser Stand, wie schmal die Basis dahinter geworden ist. Wenige Technologie- und Halbleiterwerte bestimmen die Entwicklung des S&P 500, während die Diversifikation, die Anleger sich von einem 500 Titel umfassenden Index versprechen, spürbar erodiert ist. Die Abhängigkeit von wenigen Titeln bleibt ein reales Risiko, dem ein klassisches Indexinvestment allein nicht begegnet. Genau hier setzt eine strukturelle Absicherung wie beim Fonds Global Aktien GAPPY an – nicht als Reaktion auf eine Krise, sondern als fester Bestandteil der Anlage von Anfang an.

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